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Geschichte

Historische Entwicklung der Werkbetriebe Frauenfeld

Seit über 100 Jahren liefern wir unseren Kunden sicher und zuverlässig Erdgas, Wasser und Strom. In der folgenden Übersicht erfahren Sie mehr über unsere historischen Meilensteine von der Gründung bis zur Gegenwart. Machen Sie mit uns eine kleine Zeitreise.  

 

Entwicklung Erdgasversorgung

Jahr Datum Ereignis
1878 26. April Gründung einer Aktiengesellschaft zum Bau eines Kohlegaswerks.
  21. Nov.

Inbetriebnahme des Gaswerkes. Herstellung von Gas zur Beleuchtung.

1884   Erweiterung des Werkes infolge sehr gutem Geschäftsgang.
1887   Bau des Verwaltungsgebäudes mit Wohnung.
1898   Umbau des Gaswerkes mit Investitionen von Fr. 150'000.--.
1900  

Einführung des Gases zum Kochen.

1904   Vergrösserung des Gaswerkareals durch den Kauf einer anstossenden Parzelle von 2'146 m2.
1907 1. Mai Die Aktiengesellschaft der "Gasbeleuchtungsgesellschaft Frauenfeld" löst sich auf, um gegen eine Kaufsumme von Fr. 240'000 an die Orts­gemeinde Frauenfeld überzugehen.
1917/18          Trotz der schwierigen Zeiten, die das Gaswerk durchmacht (Personal­mangel infolge der in den Aktivdienst eingerückten Mitarbeiter und des Absatzrückganges infolge Elektrifizierung der Beleuchtungen), wird ein neues Ofenhaus und eine Lademaschine gebaut.
1919 1. Juni Mit der Stadtvereinigung geht das Gaswerk an die Munizipalgemeinde Frauenfeld über.
1939-1945   Die Kriegsjahre gehören zu den schlimmsten Zeiten, die das Gaswerk mitmacht. Infolge der mangelnden Kohlezufuhr wurden Ersatzstoffe wie Holz, Torf, Tannennadeln, Tannzapfen usw. vergast. Das Gas musste rationiert werden. Der Gemeinderat beschloss, in Neubauge­bieten auf das Verlegen von Gasleitungen zu verzichten. Das Vertrauen in die Gasversorgung sank rapide.
1947   Das Werk kann zur reinen Kohlenvergasung übergehen.
1953  

Zum 75-jährigen Bestehen wird im Restaurant Falken eine Gasgeräte­ausstellung und eine Kochvorführung durchgeführt.

1954   Erstmals Verkauf von über einer Million m3 Gas.
1958   Zum letzten Mal finden Kohlentransporte mit Pferdefuhrwerken statt.
1963   Der sehr kalte Winter zwingt zu speziellen Massnahmen. Zur Spitzen­deckung wird eine Propan/Luft-Mischanlage in Betrieb genommen.
1965 3. Nov. Der Gemeinderat stimmt dem Beitritt zur Gasverbund Ostschweiz AG (GVO) zu. Diese wird, nach dem Muster des Gasverbund Mittelland AG, zur zentralen Gasproduktion gegründet.
1968 5. Dez. Inbetriebnahme der zentralen Spaltanlage in Schlieren.
1969 2. Okt. Letzter Tag der eigenen Gasproduktion in Frauenfeld.
  3. Okt. Bezug von in Schlieren produziertem "Ferngas".
1974 19. Aug. Erstmals wird Frauenfeld mit Erdgas beliefert.
1978  

Das Gaswerk wird 100 Jahre alt.

1984   Der Gasverkauf konnte in den letzten vier Jahren verdoppelt werden und beträgt nun 93,1 GWh. Durch den Anschluss der Gärtnerei Keller­mann ist gleichzeitig auch Erzenholz und Horgenbach an die Gasver­sorgung angeschlossen.
1985   Neben dem Ausbau des Hochdrucktransportsystems und dem Bau des Röhrenspeichers ist auch der Anschluss der Zuckerfabrik von Bedeu­tung. Die Gasabgabe vergrössert sich damit auf 132,6 GWh.
1987 Juni Bezug der neuen Räumlichkeiten auf dem Gaswerkareal. Somit sind die Werkbetriebe (Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk) unter einem Dach.
  28. Okt. Offizielle Übergabe der Neu- und Umbauten an die Werkbetriebe.
1989   Die Gasversorgungen Matzingen und Hüttwilen nehmen ihren Betrieb auf. Diese beiden Versorgungen beziehen ihr Gas von Frauenfeld.
1995   Das Gaswerk macht einen geringen Verlust, der durch eine schlechte Wirtschaftslage und tiefe Konkurrenzenergiepreise verursacht wurde.
1996   Der Erdgasverkauf nimmt stark zu. Dies ist auf eine kältere Witterung und zahlreiche Neuanschlüsse zurückzuführen.
2001   Felben-Wellhausen mit der Müller Martini wird an das Versorgungsnetz angeschlossen.
2005  

Die Erdgasversorgung Warth-Weinigen wird von den Werkbetrieben Frauenfeld übernommen.

2011   Wird Biogas als Produkt eingeführt
2012  

Der Gasmarkt wird über die Verbändevereinbarung geöffnet

2014   Wird die Biogasanlage in Oberwinterthur in Betrieb genommen. Sie verwertet sämtliches Grüngut von Frauenfeld zu Biogas.
2015   Erdgasostschweiz (EGO) wird in eine Netzgesellschaft und in eine Erdgasbeschaffungsplattform (OpenEP) aufgeteilt.

Entwicklung Wasserversorgung

Jahr Datum Ereignis
bis 1885   Die Wasserversorgung besteht aus privaten Brunnen und Quellen. Die Feuerwehr bezieht das Wasser aus Feuerweihern und Flüssen. Der erste Hydrant wurde 1863 mit der Sanierung der Broteggquelleitung in der Engelvorstadt montiert.
1885   Wie in einem Bau-Schlussbericht von 1986 zu lesen ist, war das neu ge­gründete Wasserwerk der Gemeinde Frauenfeld Ende des Jahres 1885 betriebsfähig. Das Quellwasser wurde aus dem Thunbachtal in freiem Fall, teilweise durch Stollen, in das neugebaute Reservoir Huben (Obst­garten) geleitet.
1886   Schon in diesem Jahr werden einzelne Häuser von Langdorf und der im Ortsbann stehende "Neuhof" an die Wasserversorgung angeschlossen.
1887   Mit Kurzdorf wird ein Vertrag über den Anschluss an die Wasser­ver­sorgung abgeschlossen. Die Leitungen, die auf Kosten Kurzdorfs erstellt wurden, umfassen auch den Anschluss von 21 Hydranten.
1891  

In der Polizeistube des Rathauses wird der erste Wasserstandsanzeiger montiert. Dieser gibt durch elektrischen Kontakt eines Schwimmers den Wasserstand im Reservoir an.

1902   Beschluss der Ortsgemeinde zum Bau eines Pumpwerks in der Murkart und zum Ausbau des Reservoirs Huben.
1903 25. Mai Inbetriebnahme des Pumpwerks Murkart. Die Kolbenpumpe wird mit einem Benzinmotor der Firma Martini & Co. angetrieben und hat eine mittlere Förderleistung von 1'140 Liter pro Minute.
1913   Für das Wasserwerk wird ein ständiger Wasserwart angestellt.
1916   Nach mehrjährig erfolgloser Suche eines unterirdischen Thunbachs (Grundwasser) wird dieser zufällig gefunden.
1920   Nach der Stadtvereinigung wird eine Leitung nach Osterhalden gebaut.
1926   Anschluss von Erzenholz und Horgenbach an die Wasserversorgung.
  23. Juni Der neu erstellte Filterbrunnen bei der heutigen Fassungsstelle im Thunbach kann durch den Bau des 238m langen Verbindungsstollens in Betrieb genommen werden.
1928   Erstmals werden über 1 Million m3 Wasser gefördert.
1929   Bau des ersten Grundwasserpumpwerks in den Widen und des Reser­voirs Plättli.
1934   Anschluss von Messenriet an die Wasserversorgung.
1937   Auch Ober- und Untergriesen werden an das Leitungsnetz angeschlos­sen.
1943  

Die Wasserversorgung Frauenfeld und Herten werden zusammenge­schlos­sen.

1945   Bau des zweiten Pumpwerks in den Widen.
1947   Die Wasserförderung beträgt erstmals mehr als 2 Millionen m3.
1952   Installation der Ausgleichssteuerung zur Bewirtschaftung der Reser­voire Plättli und Oberholz.
    Die Wasserförderung beträgt erstmals mehr als 3 Millionen m3.
1953  

Abschluss eines Wasserliefervertrags mit Gerlikon. Ausbau der Zwischenpumpwerke im Plättli und im Obstgarten

1960   Inbetriebnahme des neuen Reservoirs im Bühl anstelle des Reservoirs Huben.
1965   Bruch des Thurdamms und Überschwemmung der Pumpwerke in den Widen.
1967   Inbetriebnahme des neuen Pumpwerks Wuhr.
1968   Überschwemmung des Pumpwerks Wuhr infolge eines Dammbruches.
1971   Inbetriebnahme des von 500m3 auf 4'200m3 erweiterten Reservoirs Obstgarten.
    Die Wasserförderung überschreitet die Grenze von 5 Millionen.
1977   Das Pumpwerk Thunbach mit der Druckleitung ins Reservoir Stähli­buck wird dem Betrieb übergeben.
1978  

Beim Hochwasser vom 8. August werden die Pumpwerke Widen und Wuhr überflutet.

1980   Das Leitungsnetz der Gemeinde Thundorf wird zur Deckung von Ver­brauchsspitzen an Frauenfeld angeschlossen.
1982   Durch Sanierungsmassnahmen am Wasserleitungsnetz und Ein­sparun­gen bei Gewerbe und Industrie kann der Wasserverbrauch unter 4 Mil­lionen m3 gesenkt werden.
1985   Die Wasserförderung hat wieder die Grenze von 4 Millionen überschritten. Dies ist vor allem auf die Mehrabgabe an die Nachbargemeinden zurück­zuführen.
1988  

Mit dem Ausbau des Transportleitungsnetzes wird begonnen. Inbetriebnahme des von 1'050 m3 auf 4'500m3 erweiterten Reservoirs Obholz und des sanierten Pumpwerks Wuhr.

1992  

Inbetriebnahme des von 800m3 auf 4'000m3 erweiterten Reservoirs Plättli.

1995   Es werden Versuche mit einer Wasseraufbereitungspilotanlage gemacht um eine Verbesserung der Trinkwasserqualität zu erreichen.
1997   Die Frauenfelder Stimmbürger stimmen dem Bau einer neuen Wasseraufbereitungsanlage im Geisschopf zu.
2000   Ein neues Fernleitsystem wird in Betrieb genommen.
2010   125 Jahre Wasserversorgung Frauenfeld.
2013  

Der 1989 begonnene Ausbau des Transportnetzes kann mit dem Bau der 500er Leitung an der Langfeldstrasse vorläufig abgeschlossen werden.

2014   Das Pumpwerk Thunbach wird komplett revidiert und mit einer Filteranlage zur Entfernung von Eisen und Mangan sowie einer UV-Anlage ausgerüstet.

Entwicklung Elektrizitätsversorgung

Jahr Datum Ereignis
1906 26. August Beschluss der Gemeinde für das Erstellen eines Elektrizitätswerkes.
1907 Feb. - Okt.

Bau der Kabel- und Freileitungen, sowie der Transformatorenstationen Kurzdorf, Langdorf, Ergarten und Burstel.

  21. Oktober Inbetriebnahme der Transformatorenstation Kurzdorf.
1909  

Einstellung des ersten Monteur für Fr. 2200.- pro Jahr. Anschluss der Festhütte Rüegerholz an das Stromnetz.

1913   Einsetzung einer Elektrizitätswerkkommission durch den Ortsverwaltungsrat.
1916 1. Mai

Bezug des Verwaltungsgebäudes mit Büro, Laden, Werkstatt und Magazin an der Bahnhofstrasse.

1917   Strombezug ab EKT.
1921   Strombezug von über 2 Mio. kWh bei 1772 Kunden.
1924   20 Angestellte sind im Elektrizitätswerk beschäftigt.
1928  

Strombezug von über 4 Mio. kWh bei 2351 Kunden.

1935  

Einrichtung einer Fernmessung von der Messstation Wannenfeld zum Verwaltungsgebäude.

1937   Anbau von Werkstatt und Magazin am Verwaltungsgebäude.
1939   Strombezug von über 6 Mio. kWh bei 3004 Kunden. Maximale Belastung des Netzes des Elektrizitätswerkes in diesem Jahr über 1,2 MW.
1943   Einführung des Pikettdienstes für das Elektrizitätswerk.
1944   Am Morgen des 30. Januar 1945 zeigte das Thermometer in Frauenfeld  - 23° an. Verschiedene Wasserkraftwerke an der Murg mussten dadurch stillgelegt werden. Danach stieg das Maximum des Strombezugs zeitweise auf 2,3 MW an. Der Energiebezug kletterte bis Ende Jahr auf über 11 Mio. kWh.
1950   27 Angestellte arbeiten im Elektrizitätswerk.
1951  

Beginn des Spannungsumbaus von 3 x 250 / 145 Volt auf 3 x 380 / 220 Volt.

1955  

Strombezug von über 20 Mio. kWh bei 4393 Kunden. Maximale Belastung des Netzes des Elektrizitätswerkes in diesem Jahr über 3,9 MW.

1962  

Der schwere Schneefall vom 2. Januar verursachte im Freileitungsnetz 87 Störungen. Die prov. Instandstellung der Leitungen dauerte 5 Tage. 30 Mann und 6 Fahrzeuge waren im Einsatz.

1965  

Überschwemmungskatastrophe verursacht grössere Schäden in der Versorgung der Pumpwerke Wyden und Wuhr.

1966  

Strombezug von über 40 Mio. kWh bei 6517 Kunden und 8589 Zählern. Maximale. Belastung des Netzes des Elektrizitätswerkes in diesem Jahr über 9,2 MW.

1983  

1983 Strombezug von über 80 Mio. kWh bei 8810 Kunden und 8923 Zählern. Maximale. Belastung des Netzes des Elektrizitätswerkes in diesem Jahr über 17,4 MW.

1987   Strombezug von über 80 Mio. kWh bei 9890 Kunden und 10’084 Zählern. Die maximale Belastung steigt das erste Mal über 20 MW.
   

Das Elektrizitätswerk zügelt von der Bahnhofstrasse in den Neubau an der Gaswerkstrasse 13.

1990  

Zweite Messstation Geisschopf mit Einspeisung ab dem EKT Netz in Betrieb genommen.

1991   Strombezug von über 100 Mio. kWh. Die maximale Belastung steigt auf über 22 MW.
1997   Der Verkaufsladen und die Installationsabteilung werden aufgelöst.
2007   100 Jahre EW
2008  

Der erste Schritt der Marktöffnung wird vollzogen. Die Organisation und die Prozesse werden angepasst.

2009   LED in der Strassenbeleuchtung wird eingeführt
2012  

Das Projekt NESAS, neues Steuerungs- und Automatisierungssystem, wird gestartet. Sämtliche Zähler in Frauenfeld sollen bis 2019 ersetzt werden.

2014  

Die Energie wird strukturiert auf dem freien Markt beschafft.

2016  

Die erste „intelligente Strassenbeleuchtung“ der WBF wird in Betrieb genommen.

 

 

Historische Bilder der Werkbetriebe Frauenfeld

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1956 | Gasometer mit 13 Arbeitern

1922 | Burstel Trafostation 
1951 | Schaltanlage Trafostation
1981 | Werkbetriebe Frauenfeld, Gaswerkstrasse
1983 | Werkbetriebe Frauenfeld, Gaswerkstrasse