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Stabile Geschäftsentwicklung in dynamischem Umfeld bei den Werkbetrieben

Die betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2018 auf 62,0 Mio. Franken angestiegen, während die Profitabilität mit einem Gesamterfolg von 7,2 Mio. Franken auf Vorjahresniveau blieb. Sowohl die Erträge wie auch der Gesamterfolg fielen wesentlich besser aus als geplant. Das Geschäftsjahr 2018 war geprägt durch eine überdurchschnittlich hohe Investitionstätigkeit und die erfolgreiche Integration der Wärme Frauenfeld AG.

Im Bereich Elektrizität bewegten sich die Erträge auf Vorjahresniveau. Auch die Abweichungen zum Budget waren gering. Höhere Einnahmen in Zusammenhang mit gestiegenen Bundesabgaben (zur Förderung erneuerbarer Energien) wurden ausgeglichen durch einen tieferen Energieverbrauch im Netz von 152,9 GWh (Vorjahr 155,2 GWh). Die Energietarife blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, während die Netztarife leicht gesenkt werden konnten. Im Bereich Gas stiegen die betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mio. Franken (6 %). Das Budget wurde um 3,4 Mio. Franken übertroffen. Mit 453,1 GWh war die Nachfrage nach Erdgas höher als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr trug auch die Erhöhung der CO2-Abgabe zum Ertragswachstum bei. Trotz Rekordsommer stieg die Wasserförderung dank Sparmassnahmen nur um rund vier Prozent. Der neue Geschäftsbereich Fernwärme trug 0,7 Mio. Franken zum Umsatzwachstum bei.

Sinkende Bruttomargen im Energiegeschäft

Im Berichtsjahr sind die Bruttomargen sowohl im Segment Elektrizität wie auch im Bereich Gas wesentlich tiefer als in der Vorjahresperiode ausgefallen. Zum einen wurden leicht gestiegene Einkaufspreise nicht an die Kunden weitergegeben. Zum anderen stieg der Anteil an nicht margentragenden Ertragsaktivitäten in Form von Abgaben an. Diese Effekte führten dazu, dass die betrieblichen Erträge und die betrieblichen Geldflüsse tiefer ausfielen als im Vorjahr. Der Gesamterfolgt bewegt sich auf Vorjahresniveau, weil keine weiteren Rückstellungen für Kundenrabatte gebildet wurden (Vorjahr 2,0 Mio. Franken). Bereits für das Jahr 2019 wurden dafür die Stromtarife entsprechend tiefer angesetzt.

Hohe Investitionstätigkeit

Das Berichtsjahr 2018 war geprägt von einer überdurchschnittlichen Investitionstätigkeit, was die Mitarbeitenden stark forderte. Der Fokus lag dabei auf Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und der Erschliessung neuer Ertragspotenziale. So wurden unter anderem der Fernwärmering im Bereich Mätteli/Grabenstrasse und das Wasserreservoir Stählibuck erweitert. Mit einem Selbstfinanzierungsgrad von 111 Prozent konnten die Werkbetriebe die hohen Investitionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit finanzieren.

Erfolgreiche Integration des Fernwärmegeschäfts

Das Jahr 2018 war zudem geprägt durch die Integration der Wärme Frauenfeld AG in die Werkbetriebe. Per Universalsukzession wurden per 1. Januar 2018 Nettoaktiven in der Höhe von 1.95 Mio. Franken übernommen (unter anderem Netz, Anlagen bei Kunden, Wärmetauscher, ARA Wärmezentrale im Wert von 2.1 Mio. Franken). Im ersten Geschäftsjahr wurde der geplante Umsatz aufgrund höherer Durchschnittstemperaturen und verzögerter Inbetriebnahme der Anschlüsse noch nicht erreicht. Dennoch kann mit der ausgeglichenen Rechnung («Break Even») auf ein erfolgreiches erstes Geschäftsjahr zurückgeblickt werden.

Ausblick

Das Markt- und das regulatorische Umfeld entwickeln sich weiter sehr dynamisch. Unter anderem stehen die politischen Diskussionen und gesetzgebenden Vorbereitungen zur Revision des Strom-Versorgungsgesetzes und zur Einführung des CO2-Gesetzes im Jahr 2019 an. Die Elektrizitätspreise sind in der jüngeren Vergangenheit deutlich angestiegen, während die Energietarife 2019 nur leicht erhöht wurden. Die Netztarife im Bereich Elektrizität wurden auf das neue Geschäftsjahr nach unten angepasst. In der Summe erwarten die Werkbetriebe eine leicht rückläufige Ertragsentwicklung mit anhaltendem Druck auf die Bruttomargen. Ein Teil dieser negativen Effekte soll mit Kosteneinsparungen im Unterhalt aufgefangen werden. Die Nettoinvestitionen sind mit 6,2 Mio. Franken im Vergleich zum Jahr 2018 leicht tiefer budgetiert. Grösstes Einzelprojekt ist die Sanierung im Bereich St. Galler- und Marktstrasse und der damit zusammenhängenden Erweiterung des Fernwärmerings.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

Mio. CHF

Jahresrechnung 2018

Budget 
2018

Jahresrechnung 2017

Betrieblicher Ertrag

62.0

57.9

59.4

Bruttoergebnis

24.0

21.4

25.2

In % vom Ertrag

38.7%

37.0%

42.5%

 

 

 

 

Betriebliches Ergebnis v. Abschr.

7.9

2.3

9.1

In % vom Ertrag

12.8%

4.0%

15.3%

 

 

 

 

Gesamterfolg

7.2

1.7

7.0

 

 

 

 

Betrieblicher Ertrag Elektrizität

28.7

28.2

28.5

Betrieblicher Ertrag Gas

27.3

24.0

25.7

Betrieblicher Ertrag Wasser

5.3

5.0

5.2

Betrieblicher Ertrag Fernwärme

0.7

0.7

0.0

 

 

 

 

Nettoinvestitionen

7.5

7.6

3.6

 

 

 

 

Selbstfinanzierungsgrad

111%

39%

224%